Die Kirchengemeinden Schwanheim, Einhausen, Gronau/Zell und Auerbach
waren in diesem Jahr mit über 100 Teilnehmern ab dem Konfirmandenalter
vier Tage auf der Jugendburg Hohensolms bei Wetzlar in ihrer September-Klausur,
um sich mit gesellschaftlichen und religiösen Fragen auseinanderzusetzen.
Ihren Pfarrer Dominik Kanka, Thomas Hoffmann, Peter Voß und
Christoph Achenbach sowie Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret und
Gemeindepädagoge Arik Janssen setzten dabei in Gruppenarbeiten
und gemeinsamen Aktionen auf Gemeinschaft und Verständigung.
Die Burg Hohensolms, die von der Evangelischen Kirche für die
Jugendarbeit unterhalten wird, bietet neben ihrem unvergleichlichen
Ambiente auch mannigfaltige Möglichkeiten, angefangen von den
großzügig angelegten Schlafräumen, in denen sich
wie in großen Wohnzimmern die Jugendlichen sich gegenseitig
besuchen konnten, über die moderne Ausstattung der Gruppenarbeitsräume
bis hin zu den freizeitgestalterischen Möglichkeiten: vom Beach-Volleyballfeld
im Burggraben bis zum Disco-Heuboden.
Die Jugendlichen teilten sich dabei in Neigungsgruppen auf und verließen
damit die eigene Clique. So wurde selbst Fußballspielen oder
Jonglieren zum sozialen Lernfeld, sobald Teamer entstehende Spannungen
wahrnahmen und sie zur Erfahrung von Verständigung machen konnten.
Das Auflösen von Konflikten stand bei allem Spaß im Vordergrund
und die Teilnehmer hatten schon bald nach den ersten „Fremdkontakten“
Zutrauen in die Gruppe. Die „Alpha-Tiere“ wurden sensibilisiert
auch für die Außenseiter.
Nachdem in Arbeitsgruppen Themen auch der Ökologie und den
globalen sozialen Zusammenhängen methodisch aufgearbeitet wurden,
waren beim Quizabend Inhalte der aktuellen Jugendkultur Gegenstand
der spielerischen Auseinandersetzung. Ein Höhepunkt war die
„Programm-Disco“, wo sich die Teenager zu einem unvergessenen
Tanzabend animieren ließen und am ende das Konfirmandenpaar
des Abends wählten.
Es waren sehr viele junge Teamer aus der Teilnehmerschar der vergangenen
Jahre dabei, was das Konzept der großen September-Klausur,
diesmal mit vier Gemeinden, unterstreicht, da diese Jungteamer den
Gemeinden als Mitarbeiter erhalten bleiben, weil sie ja im nächsten
Jahr möglichst wieder dabei sein wollen.
Bild und Text: Bruno Ehret
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