“Ich habe mir den Schlüssel ausgesucht, weil sich für
mich mit diesem Kurs eine neue Tür öffnet” sagt
Ursula Bernhard aus Heppenheim. Heinz-Peter Schneider aus Ober-Beerbach
fährt fort: „Ich möchte mit dem Herzen bei der Sache
sein. Darum halte ich diesen Stein in Herzform in der Hand. Er hat
auch ein gewisses Gewicht, denn ich denke, es wird nicht immer leicht
sein, Besuche im Altenheim und im Krankenhaus zu machen“.
Beide gehören zu einer Gruppe von Menschen, die sich fast sieben
Monate lang zu Mitarbeitenden im seelsorglichen Besuchsdienst ausbilden
lassen. Am ersten Tag der Ausbildung konnten die Teilnehmer mit
Hilfe verschiedener Gegenstände ihre innere Haltung zu diesem
Kurs und der ehrenamtlichen Tätigkeit sagen.
Im vergangenen Jahr wurde im Dekanat Bergstraße eine halbe
Pfarrstelle für Alten-, Kranken-und Hospizseelsorge errichtet
und mit Pfarrerin Barbara Tarnow besetzt. Neben ihrer Seelsorgetätigkeit
im Altenzentrum Seeheim hat sie den Auftrag, Ehrenamtliche auszubilden.
Gemeinsam mit Pfarrerin Silke Bienhaus verantwortet sie den Kurs,
der im Haus der Kirche in Heppenheim am Samstag (8. September) begonnen
hat.
Aus Bensheim, Alsbach-Hähnlein, Seeheim-Jugenheim, Bickenbach,
sowie Heppenheim und Ober-Beerbach kommen die Teilnehmer dorthin,
um sich fit zu machen, für seelsorgliche Besuche. Sie kommen
aus unterschiedlichen Berufen und Lebensbezügen. Sie werden
sich mit Fragen des Alters und verschiedenen Krankheitsbildern auseinandersetzen.
Mit Rollenspielen und Übungen in Gesprächsführung
wollen sie sich auf ihre zukünftige ehrenamtliche Tätigkeit
vorbereiten. Dazu gehört auch, sich über den eigenen Glauben
auszutauschen, Andachten zu gestalten und sich über Begegnungsmöglichkeiten
mit Demenzkranken zu informieren.
Nach einem viermonatigen Praktikum in einem Altenheim oder Krankenhaus,
werden sie dort oder von einer Kirchengemeinde im Dekanat offiziell
beauftragt, gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern seelsorgliche
Besuche zu machen.
Foto: Irmgard Wagner
Text: Barbara Tarnow
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