Am 19.8. wurde Pfarrer Thomas Beder im Gottesdienst durch Dekanin
Scherf in sein Amt als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde
Alsbach eingeführt.Thomas Beder lebt schon seit seiner Schulzeit
an der Bergstraße und ist seit sieben Jahren in Alsbach tätig.
In Bickenbach hat er sich viele Jahre in der Jugendarbeit des CVJM
engagiert. Hier fiel auch seine Entscheidung, Theologie zu studieren.
Neben dem Studium in Oberursel, Mainz und Heidelberg hat er in einer
Wohngruppe der Nieder-Ramstädter Diakonie gearbeitet.
Das Vikariat, die praktische Ausbildung zum Pfarrer, hat er in Biebesheim
am Rhein und am damaligen Theologischen Seminar in Friedberg absolviert.
Nach einem Spezialpraktikum in der Christoph-Graupner-Schule in
Darmstadt und einer zweijährigen Tätigkeit in der Aumühle,
einer kirchlichen Einrichtung für behinderte Menschen in Wixhausen,
wurde er am 3.7.1994 in Gernsheim durch Propst Caspary ordiniert.
Mit halber Stelle war er bis 2001 Pfarrer in den Evangelischen Kirchengemeinden
Allmendfeld und Gernsheim im Dekanat Ried. In dieser Zeit hat er
das Dekanat auch einige Jahre in der Kirchensynode der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vertreten und war in deren Rechtsausschuß
an Diskussionen zur Reform der Dekanate in der EKHN beteiligt. Wichtige
neue Eindrücke und Erfahrungen vermittelte ihm ein zusätzlicher
Dienstauftrag zur Seelsorge in der Abschiebehaft, den er für
ein Jahr in Worms wahrnahm.
Pfarrer Beder ist bereits seit dem 1.1.2000 in Alsbach tätig,
zunächst mit einer halben Stelle, seit einigen Jahren mit unterschiedlichen
Dienstaufträgen, die zusammen eine ganze Stelle ergaben, aber
immer befristete Vertretungsaufträge waren. Nach der Wahl der
bisherigen Alsbacher Pfarrerin Ulrike Scherf zur Dekanin des neuen
Dekanats Bergstraße im vergangenen Herbst wurde die Alsbacher
Pfarrstelle vakant. Pfarrer Beder hat sich gerne um die Stelle beworben,
die er bereits die ganze Zeit vertretungsweise wahrnimmt. Er schätzt
an der Alsbacher Kirchengemeinde das vielfältige Engagement
einer großen Zahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und die freundliche und zugleich interessierte Offenheit der Gemeinde.
Neben den notwendigen Verwaltungstätigkeiten und der Mitarbeit
im Kirchenvorstand, dem Leitungsgremium der Gemeinde, legt Pfarrer
Beder einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Gestaltung und die
Feier der Gottesdienste sowie auf den Konfirmationsunterricht. Wie
in der Begleitung einzelner Menschen in schwierigen Situationen
geht es ihm dabei immer darum, Menschen mit dem Evangelium in Berührung
zu bringen und so aufzurichten, ihr Leben zu leben und ihre Begabungen
zu entfalten.
Während des Bewerbungsverfahren im Frühjahr hat Pfarrer
Beder viel Zuspruch aus der Gemeinde erhalten; in der Wahl durch
den Kirchenvorstand sieht er dankbar einen Vertrauensbeweis und
einen großen Auftrag zugleich.
In den kommenden Monaten wird Pfarrer Beder nach dreißig Jahren
in Bickenbach in das Alsbacher Pfarrhaus umziehen. Er hofft, auch
in Zukunft sowohl von der Gemeinde und den Menschen, die sich in
ihr engagieren, zu lernen, als auch selbst der Gemeindearbeit neue
Impulse geben zu können. Auf die weitere Zusammenarbeit mit
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, dem Kirchenvorstand
sowie den Nachbargemeinden, der Katholischen Pfarrgemeinde und der
Kommune Alsbach-Hähnlein freut er sich. Sorge bereitet Pfarrer
Beder zur Zeit neben den dringenden Sanierungsarbeiten am Kirchendach
im sogenannten „Diakonissenhaus“ besonders, daß
die halbe weitere Pfarrstelle der Kirchengemeinde noch unbesetzt
ist.
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