Offener
Brief an Firmenleitungen in Bensheim und Offenburg
Die Evangelische und die Katholische Kirche an der Bergstraße nehmen Anteil an der sich zuspitzenden Situation der Beschäftigten des Traditionsunternehmens Euler in Bensheim, das nach der Übernahme durch die Offenburger Koehler AG vor der Schließung steht. In einem Offenen Brief an die Firmenleitungen in Bensheim und Offenburg appellieren die beiden Kirchen an die Verantwortlichen, für einen gerechten Sozialplan die erforderlichen Mittel in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen.
Wie Dekanin Ulrike Scherf vom Evangelischen Dekanat Bergstraße und Dekan Thomas Groß vom Katholischen Dekanat Bergstraße betonen, sind von dieser Schließung 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien betroffen. Über zwei Drittel der Beschäftigten seien im Alter zwischen 40 und 60 Jahren und hätten aufgrund der heutigen Arbeitsmarktlage kaum Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz.
Daher sei es dringend geboten, die von der Interessensvertretung der Beschäftigten errechneten neun Millionen Euro für einen Sozialplan zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld könne nicht zuletzt durch die Verwertung des mit der Werksschließung freiwerdenden Geländes in hervorragender Lage mitten in Bensheim erzielt werden.
Scherf und Groß erinnern an den guten Ruf der beiden Familien Euler und Koehler als sozial eingestellte Unternehmer und bitten die Verantwortlichen daher eindringlich, „diese Tradition zu wahren und die soziale Verantwortung gegenüber den betroffenen Menschen deutlich zum Ausdruck zu bringen.“
Den Brief im Wortlaut finden Sie hier |