Zu einer Ökumenischen Andacht trafen sich am 16.März Mitarbeitende
und Betriebsräte der Papierfabrik Euler in der Bensheimer Hospitalkirche.
Anlass war die Abschlussveranstaltung für die Mitarbeitenden
des seit Ende Januar geschlossenen Unternehmens. Gemeinsam mit den
Betriebsräten Roland Berghold und Norbert Hebenstreit hatten
Dekanin Ulrike Scherf (Evangelische Kirche) und Dekan Thomas Groß
(Katholische Kirche) diesen besonderen Gottesdienst geplant und
gestaltet.
Dekanin Ulrike Scherf vom Evangelischen Dekanat Bergstraße
brachte in ihrer Begrüßung ihr Bedauern darüber
zum Ausdruck, dass es trotz vieler Bemühungen nicht gelungen
war, die Schließung zu verhindern. „Trotz intensiven
Ringens, trotz Kampf und Anstrengungen von Ihnen als Mitarbeitenden
und seitens Ihres Betriebsrates sind die Tore seit Ende Januar geschlossen.
Wir als Kirchen haben diesen Weg begleitet und uns mit Ihnen für
eine Zukunft hier eingesetzt. Vergeblich.“ Jetzt gelte es,
die nächsten Schritte auf dem persönlichen Lebensweg zu
finden. Eine schwierige, aber notwendige Aufgabe.
Nach Ansicht von Dekan Thomas Groß vom Katholischen Dekanat
Bergstraße Mitte ist es gut, gerade bei solchen schwierigen
Wegstrecken um Gottes Segen und Kraft zu bitten. Kein fauler Zauber
sei das, der einen aus der eigenen Verantwortung entlasse. Aber
doch der Ausdruck eines bewussten Vertrauens auf den Gott, der „all
unsere Fragen und Sorgen kennt“, wie Groß betonte.
Es war eine ruhige, besinnliche Andacht. Doch vielleicht gerade
deswegen nahmen viele Mitarbeitenden der Firma Euler das Angebot
gerne an, diesen markanten Einschnitt in der Firmengeschichte und
in ihrem eigenen Leben auf diese Weise zu begehen.
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