Für den strukturschwachen Odenwald ist der Verlust von jedem
einzelnen Arbeitsplatz ein harter Schlag ins Gesicht. Chancen, produzierendes
Gewerbe ansiedeln zu können, sind fast gleich Null. Dies ist
umso besorgniserregender, da etwa ein Drittel der Beschäftigten
im Odenwald keine Berufsausbildung hat. Die für sie tauglichen
Arbeitsplätze sind die ersten, die ins Ausland verlagert oder
wegrationalisiert werden. Für Dienstleistungsunternehmen ist
der Odenwald leider auch uninteressant.
Seit Jahren ist der Abbau von Arbeitsplätzen im Odenwald zu
beobachten. Im Jahre 2005 verlagerte die Rowenta GmbH einen großen
Teil ihrer Produktion nach China. Die Schließung der Ernst-
Ludwig- Klinik in Sandbach Ende 2007 brachte weiteren Stellenabbau.
Die anstehende Schließung der Odenwaldklinik in Bad König
setzt diese Tendenz fort. Die Firma Bien Zenker teilte im Januar
2008 die Schließung der Produktion der ZENKER-HAUSBAU GmbH
+ Co, Michelstadt mit. Die Firma Coronet International beabsichtigt
die Schließung des Standortes in Wald-Michelbach. Die Hardberg-Klinik
im Wald-Michelbacher Ortsteil Siedelsbrunn schließt. Ersatzarbeitplätze
liegen 56 Kilometer entfernt.
Für den strukturschwachen Odenwald ist der Verlust von jedem
einzelnen Arbeitsplatz ein harter Schlag. Die Aussichten, produzierendes
Gewerbe ansiedeln zu können, sind nicht gut. Dies ist besorgniserregend,
da es die zahlreichen Menschen ohne Berufsausbildung besonders trifft.
Taugliche Arbeitsplätze für diese Beschäftigten werden
zuallererst ins Ausland verlagert oder wegrationalisiert. Für
Dienstleistungsunternehmen ist der Odenwald leider auch nicht interessant.
Diese Erfahrungen führt die Arbeitslosen - Initiative „Kompass“
dazu, sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen verstärkt
einzusetzen. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche
ruft „Kompass“ dazu auf, sich bei der Aktion „Gelbe
Karte für coronet international“ zu beteiligen.
Mit der Unterschrift unter die Postkarte „Gelbe Karte für
coronet international“ und dem Versand an den Eigentümer,
Detlef Eugen Nölle in Wuppertal, können Bürgerinnen
und Bürger in der Region deutlich machen, dass auch das Sozialverhalten
einer Firma kaufentscheidend für sie ist. „Es kann nur
so zu einem Umdenken und damit zum Erhalt von Arbeitsplätzen
kommen, indem möglichst viele Menschen Detlef Eugen Nölle
androhen, vom Kauf von Haushaltwaren der Firma coronet international
bei Schließung des Standortes Waldmichelbach abzusehen“.
Mit diesen Worten ruft Heinz Jöst – Initiator von „Kompass“
- zum Mitmachen auf und beschreibt den kleinen Hoffnungsschimmer.
Postkarten sind in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden
sowie bei der Arbeitslosen-Initiative „Kompass“, beim
Caritas Zentrum in der Hauptstraße 42 in Erbach, beim Diakonischen
Werk Odenwald in der Schulstraße 15 in Bad König zu erhalten
und unter www.kompass-erbach.de
herunter zu laden.
Weitere Informationen:
Caritas Zentrum Erbach;
Tel.: 06062-955330, oder Regionalstelle für Arbeitnehmer/innen-
und Betriebsseelsorge Darmstadt, Tel.: 06151 – 78 38 77
Evang. Dekanat Bergstraße
Ludwigstr.13
64646 Heppenheim,
Fachstelle Gesellschaftl. Verantwortung,
Tel.: 06252 – 67 33 33
Evang. Kirchengemeinde Waldmichelbach
Kirchbergstr.3
69483 Waldmichelbach
Tel.: 06207 - 2440
Bild und Text: Kompass
Text bearbeitet: Marion Körner/Ursula Tischer-Bücking
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