Jutta Gemeinhardt unterstützt Pfarrerin Andrea Fröhlich
im Zentrum für soziale Psychiatrie: Jutta Gemeinhardt heißt
die neue Gemeindepädagogin am Heppenheimer Zentrum für
soziale Psychiatrie (ZSP). Gemeinsam mit Pfarrerin Andrea Fröhlich
wird sie die Seelsorge dort übernehmen. Fröhlich wirkte
sie am am Freitagnachmittag als sie in einem Gottesdienst im Mehrzweckraum
feierlich in ihr Amt eingeführt wurde.
Nachdem Annette Purbst im September verabschiedet wurde, war die
Stelle des Gemeindepädagogen vakant. Für den Dekanatssynodalvorstand
stand aber außer Frage, die Stelle wieder zu besetzen. Und
so freuten sich Pfarrerin Fröhlich, Pfarrerin Ulrike Scherf,
die Dekanin, gemeinsam mit Freunden und der Familie von Gemeinhardt.
Ebenso zeigten sich die Kollegen aus dem ZSP, wie Matthias Gehrmann,
der katholische Gemeindereferent, die Patientenfürsprecherin
Brunhilde Regnitz und Gestaltungstherapeut Harald Patzwald glücklich
und Mitarbeiter der Kirche, sowie Patienten. „Von unterschiedlichen
Orten und aus Lebenszusammenhängen“ kamen die Menschen
im Mehrzweckraum zusammen, um Gemeinhardt kennen zu lernen oder
sie bei diesem Schritt zu begleiten.
Die Liebe „erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft
alles“, diese Worte gab die Dekanin Gemeinhardt mit auf den
Weg, denn in ihrer Arbeit gehe es darum, den Brüchen im Leben
Raum zu geben. Sie habe im ZSP die Möglichkeit, der Liebe Gottes
auf die vielfältigste Weise Raum zu geben – nicht als
Pflegerin, auch wenn das eine der vielen Qualifikationen ist, die
die Gemeindepädagogin mitbringt. Die 43-Jährige hat nämlich
nach dem Abitur Krankenschwester gelernt. Nach einigen Jahren der
Berufstätigkeit studierte sie unter anderem Gemeindepädagogik.
Vor sechs Jahren beendete sie eine dritte Ausbildung zur Musiktherapeutin
– ein reicher Strauß an Erfahrungen, der ihr dabei helfen
wird, die Arbeit zu meistern.
Christel Fuchs vom Dekanatssynodalvorstand zeigte auf, was alles
auf die Gemeindepädagogin zukommen wird. Ein ganz wichtiger
Punkt ist neben der Zusammenarbeit mit Pfarrerin Fröhlich,
dem Team des ZSP, dem Sozialdienst und den Ehrenamtlichen, das Café
Freitag und die Dienstagsgruppe in der Christuskirche. Die Planung
und Durchführung der Heppenheimer Psychiatrietage wird auch
Gemeindhardt mitgestalten. Irmgard Wagner, die ebenfalls dem Dekanatssynodalvorstand
angehört, wünschte der neuen Mitarbeiterin „die
Geduld einer Sanduhr, die Fähigkeit inne zu halten“ und
auch Traurigkeit zu teilen.
Auch vom Zentrum für Seelsorge und Beratung der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau war Lutz Krüger angereist. Er betonte,
dass der gemeindepädagogische Dienst keine Selbstverständlichkeit
mehr sei. Aber gerade in einer Psychiatrie sei er besonders wichtig.
Es sei ein schmaler Grad zwischen Gesundheit und Krankheit. In diese
Kerbe schlug auch Ingeborg Kunz, die stellvertretende kaufmännische
Direktorin des Hauses. Sie freute sich, dass die Gemeindepädagogin
auch Musiktherapeutin ist, denn die Musik helfe manchmal mehr als
ein medizinisches Gespräch. Musik gab es auch bei der Einführung.
„Sei begütet auf deinen Wegen“ wünschte die
Gemeinde Gemeinhardt, begleitet von Konja Voll, dem Dekanatskantor
am Klavier.
Bild und Text: Marion Körner
Das Bild zeigt von links nach rechts: Dekanin Ulrike Scherf, Gemeindepädagogin
Jutta Gemeinhardt und Pfarrerin Andrea Fröhlich bei der Einführung
der neuen Gemeindepädagogin für Psychiatrieseelsorge am
Freitag im Mehrzweckraum des Zentrums für soziale Psychiatrie.
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