Die
Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
befürwortet die Aktion „Licht aus! Für unser Klima“
die die Klimaschutzkooperation »Rettet unsere Erde«
am 8. Dezember ausgerufen hat.
Dabei soll die Beleuchtung in Privathaushalten und öffentlichen
Gebäuden für die fünf Minuten zwischen 20.00 und
20.05 Uhr ausgeschaltet werden. Die symbolische Aktion ist als Zeichen
an die Teilnehmer des zeitgleich auf Bali stattfindenden Weltklimagipfels
gedacht. Die Kirchenleitung regt an, dass sich auch die Gemeinden
und Einrichtungen der EKHN daran beteiligen. Insbesondere die Beleuchtung
von Kirchenfassaden und die Adventsbeleuchtung könnten abgeschaltet
werden.
Steinacker: Energie ist Teil der Schöpfung und darf
genutzt werden - nur wie?
Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker wies darauf
hin, dass die Aktion nicht nur ein Symbol an die Teilnehmer des
Klimagipfel sei, sondern auch an die eigenen Möglichkeiten
erinnere, etwas zum Klimaschutz beizutragen. Steinacker verwies
auf den biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren.
Wörtlich folgerte er daraus: „Problematisch ist nicht,
dass wir Energie verbrauchen. Sie ist Teil der Schöpfung und
wir dürfen sie nutzen. Problematisch ist nur, wie und wie viel
Energie wir verbrauchen.“ Jeder einzelne könne durch
sein persönliches Verhalten etwas zum Klimaschutz beitragen,
indem er nur so viel Energie wie nötig verbrauche und umweltschonende
Technologie fordere und dann auch benutze. Steinacker wies auf die
Beratungs- und Hilfsangebote der EKHN für Kirchengemeinden
hin. Die EKHN hatte bereits 1972 als erste Landeskirche ein Umweltpfarramt
eingerichtet, 1986 einen Ökofonds aufgelegt und 1989 Umweltberater
eingestellt, die Gemeinden bei der ökologischen Nutzung der
Gebäude unterstützen.
Zur Klima-Kooperation haben sich die Umweltverbände Bund für
Umwelt und Naturschutz (BUND), Greenpeace und der World Wildlife
Fund (WWF) sowie die Internetplattform Google, die Bild-Zeitung
und der Fernsehsender ProSieben zusammengeschlossen. Nach ihren
Angaben werden unter anderem die Alte Oper, die Zeil und der Römer
in Frankfurt, das Wiesbadener Kurhaus, das Heidelberger Schloss,
das Landgrafenschloss in Marburg, der Kasseler Herkules, das Brandenburger
Tor, der Dom in Köln und Schloss Neuschwanstein in Bayern zur
Aktion am 8. Dezember für fünf Minuten in Dunkel gehüllt
sein.
Weitere Informationen unter www.lichtaus.info
Text: Stephan Krebs
Bild: Siegfried Fries/PIXELIO
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