Schüler aus Viernheim interpretieren das Thema „Verschenkte Zeit“
Wenn Schüler Bilder gestalten sollen zum Thema „Verschenkte Zeit“ und über diesen Titel hinaus keine weiteren Vorgaben bekommen, dann darf man auf das Ergebnis gespannt sein. Und genau das waren auch die Besucher, die zur Eröffnung der Ausstellung „Verschenkte Zeit“ am Mittwochabend ins Heppenheimer Haus der Kirche kamen. Bevor sie sich ausgiebig Zeit nehmen konnten für die Bilder, gab es einen kleinen Einführungsvortrag von Pfr. Helmut Steigler zum Thema „Christsein in der Zeit“. Steigler machte darin deutlich, dass das Wichtigste für Christen zu allen Zeiten die Botschaft war, dass Gott „die Menschen so liebt wie sie sind“. Wer das verstanden habe, der „konnte und kann zu allen Zeiten Christ sein“. Er verwies dabei auf das bekannte „Gleichnis vom verlorenen Sohn“, das eigentlich viel besser „Gleichnis vom wieder gefundenen Sohn“ heißen müsste.
Musikalisch umrahmt wurde Steiglers Vortrag von der Gruppe Wolkenflug aus Neckarsteinach, die mit modernen christlichen Liedern das Thema „Zeit“ noch einmal stimmungsvoll aufnahmen.
Zur Ausstellungseröffnung hatte Steiglers Frau Christine eingeladen, Fachreferentin für Bildung und Erziehung im Evangelischen Dekanat Bergstraße und Organisatorin dieser Ausstellung. Sie hatte verschiedene Gymnasien im Bereich des Dekanates angeschrieben und für diese besondere Form der Kooperation von Schule und Kirche gewinnen können. Zu sehen sind im Foyer des Hauses der Kirche nun viele unterschiedliche Bilder, Collagen und Fotomontagen von Schülern der Albertus-Magnus-Schule in Vierheim, des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums in Bensheim und der Martin-Luther-Schule in Rimbach.
Gestaltet wurden die Bilder sowohl im Kunst- als auch im Religionsunterricht. Die Doppeldeutigkeit des Begriffs „Verschenkte Zeit“ wurde dabei deutlich aufgenommen. So kann man Bilder sehen, die die positiven Aspekte des „Zeitverschenkens“ ausdrücken; wenn Menschen sich Zeit nehmen für andere. Genauso deutlich ist aber auch so mancher Zeitvertreib dargestellt, der hinterher das Gefühl von verschwendeter Zeit zurücklässt: Fernsehen, Computer, Tabletten, Alkohol.
Einen besonderen Einfall zum Thema „Verschenkte Zeit“ hatte eine Schülerin aus der Jahrgangsstufe 6 der Martin-Luther-Schule in Rimbach. Für sie gab es zu diesem Titel kein besseres Sinnbild als das, was jedem Betrachter nun ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubert. Sie hat schlicht und ergreifend ein Bild ihrer eigenen Schule gemalt.
Die Ausstellung „Verschenkte Zeit“ ist noch bis zum 22. November im Haus der Kirche in Heppenheim (Ludwigsstraße 13) zu sehen. Besichtigt werden kann zu den Bürozeiten (werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr) oder nach Rücksprache mit der Referentin für Bildung, Christine Steigler, Tel. 06252 / 6733-44)
Bildunterschrift: Die Gruppe "Wolkenflug" aus Neckarsteinach bei der Ausstellungseröffnung im Haus der Kirche
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