06.10.2006 Evangelische Pröpstin ruft zur Gemeinschaft auf

Festgottesdienst zur 1. Tagung der neuen Bergsträßer Synode

Heppenheim. Mit einem Festgottesdienst in der Heppenheimer Christuskirche begann am vergangenen Freitag die 1. Synode des neuen Evangelischen Dekanates Bergstraße. Die Pröpstin für Starkenburg, Karin Held, betonte in ihrer Predigt, wie wichtig Gemeinschaft sei. Alle Menschen sehnten sich danach, egal in welcher Lebensphase sie seien. Ihrer Meinung nach habe gerade Kirche für diese Sehnsucht Angebote, die sie auch offensiv vertreten müsse. Held erinnerte dabei an das Glaubensbekenntnis, in dem von der „Gemeinschaft der Heiligen“ die Rede ist. Mit dem Begriffe „Heilige“ hätten viele Christen heute ein Problem. Doch damit sei keine Qualitätsbezeichnung gemeint, sondern ein Besitzanspruch formuliert. „Heilig“ sind nach altchristlichem Verständnis all die Menschen, die sich zu Gott gehörig fühlen. Und die seien zur Gemeinschaft aufgerufen. Gerade das neue Dekanat biete vielfältige Möglichkeiten zur Gemeinsamkeit, ohne dass man deswegen immer einer Meinung sein müsse. „Das Ringen um den richtigen Weg ist wichtig“, betonte Held. „Doch“, rief sie den zahlreichen Synodalen und Gästen zu, „vergesst nie, dass ihr Gemeinschaft der Heiligen seid“.
Das Stichwort „Gemeinschaft“ nahmen dann auch Landrat Matthias Wilkes und Altdekan Hermann-Josef Herd auf, die in Grußworten die Glückwünsche des politischen Landkreises Bergstraße und der katholischen Dekanate an der Bergstraße überbrachten. Herd und Wilkes betonten beide, wie viel ihnen an einer Fortsetzung der bisherigen guten Zusammenarbeit gelegen sei. „Gemeinsam geht es besser“, waren sich beide einig.
Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Gospelchor und von der Kantorei, verantwortet von den beiden Dekanatskirchenmusikern Konja Voll (Bensheim) und Marion Huth (Seeheim).