15.11.2007 Jugenheim: Verschweigen oder Kämpfen – Ein Pfarrer und seine Gemeinde im Kirchenkampf 1933 bis 1945“

Mascha Kaléko, die deutsch-polnische Dichterin, wurde am 7. Juni 1907 in Chrzanów (Schidlow), Polen geboren, sie starb 1975 in Zürich. Sie war mit ihrer Familie aus Galizien nach Berlin gekommen, wo sie zur Schule ging und später schnell in der literarischen Szene Fuß fasste. Schon als junge Frau wurde sie während der Weimarer Republik für ihre satirischen Verse berühmt, die u.a. auch bei Rowohlt publiziert wurden. Masha Kaléko musste als Jüdin Deutschland 1938 verlassen. Im Jahr ihres 100-jährigen Geburtstages gibt es ironisch-zärtliche, heiter-melancholische Gedichte mit Anita Petersen als Rezitatorin und Rudi Olbrich, bekannt als "Der schräge Rudi" am Flügel.

Mascha Kaléko zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Joachim Ringelnatz, mit denen sie immer wieder verglichen wird, wollte sie keine feingeistige Literatur für wenige schreiben, sondern eine zugängliche, unverkrampfte »Gebrauchspoesie« im besten Sinne. In ihrem unverwechselbaren Ton schuf sie Gedichte, die man für das Leben gebrauchen kann, aus dem Alltag für den Alltag, gegenwartsnah, voller Ironie und gleichzeitig voller Gefühl.

Am Montag, den 19. November um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus in Jugenheim in der Lindenstraße 6. Neben der Rezitation gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung Zabel. Zuvor findet um 18.30 Uhr ein Friedensgebet statt. Der Eintritt ist frei.


Text und Bild: Pfarrer Gerhard Hechler