Mascha
Kaléko, die deutsch-polnische Dichterin, wurde am 7. Juni
1907 in Chrzanów (Schidlow), Polen geboren, sie starb 1975
in Zürich. Sie war mit ihrer Familie aus Galizien nach Berlin
gekommen, wo sie zur Schule ging und später schnell in der
literarischen Szene Fuß fasste. Schon als junge Frau wurde
sie während der Weimarer Republik für ihre satirischen
Verse berühmt, die u.a. auch bei Rowohlt publiziert wurden.
Masha Kaléko musste als Jüdin Deutschland 1938 verlassen.
Im Jahr ihres 100-jährigen Geburtstages gibt es ironisch-zärtliche,
heiter-melancholische Gedichte mit Anita Petersen als Rezitatorin
und Rudi Olbrich, bekannt als "Der schräge Rudi"
am Flügel.
Mascha Kaléko zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen
Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Wie Erich Kästner, Kurt
Tucholsky oder Joachim Ringelnatz, mit denen sie immer wieder verglichen
wird, wollte sie keine feingeistige Literatur für wenige schreiben,
sondern eine zugängliche, unverkrampfte »Gebrauchspoesie«
im besten Sinne. In ihrem unverwechselbaren Ton schuf sie Gedichte,
die man für das Leben gebrauchen kann, aus dem Alltag für
den Alltag, gegenwartsnah, voller Ironie und gleichzeitig voller
Gefühl.
Am Montag, den 19. November um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung
im Evangelischen Gemeindehaus in Jugenheim in der Lindenstraße
6. Neben der Rezitation gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung
Zabel. Zuvor findet um 18.30 Uhr ein Friedensgebet statt. Der Eintritt
ist frei.
Text und Bild: Pfarrer Gerhard Hechler
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