Evangelisches Dekanat Bergstraße wählt neuen Vorstand
Heppenheim. „Wir setzen auf Gemeinschaft!“ – Dieses Motto, das der ehemalige Dekan Helmut Steigler bei seinem Einführungsvortrag auf der 1. Tagung des neuen Evangelischen Dekanates Bergstraße formulierte, zog sich wie ein roter Faden durch die Programmpunkte dieses Treffens. Galt es doch, den offiziellen Startschuss für eine neue Form der Zusammenarbeit zu setzen. Seit 1. Oktober sind die beiden ehemaligen evangelischen Dekanate Bergstraße Süd und Bergstraße Mitte vereinigt. 78.000 Christen zwischen Seeheim-Jugenheim und Wald-Michelbach gehören jetzt in einem Dekanat zusammen. Und so trafen sich am vergangenen Freitag über 100 Synodale aus 34 Kirchengemeinden zu ihrer konstituierenden Sitzung. Der Kurmainzer Amtshof in Heppenheim bot für diesen besonderen Anlass einen überaus würdigen Rahmen, wie auch Heppenheims Bürgermeister Gerhard Herbert in seinem Grußwort feststellte.
Helmut Steigler skizzierte in seinen Einführungsworten noch einmal kurz die Entwicklungsschritte, die letztlich zum Zusammenschluss geführt hatten. Von ersten Vorüberlegungen, über das gemeinsame Haus der Kirche in Heppenheim bis hin zu wegweisenden Entscheidungen auf landeskirchlicher Ebene - viele Etappen waren nötig, viel Überzeugungsarbeit war zu leisten. Steigler dankte denen, die Kraft und Zeit in dieses Vorhaben investierten. Und er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das neue gemeinsame Dekanat Bergstraße nach innen wie nach außen von großer Geschlossenheit geprägt sein wird. „Seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens!“ Diesen Vers aus dem Neuen Testament gab Steigler den Synodalen mit auf den Weg.
Dann galt es, den neuen Dekanatssynodalvorstand (DSV) zu wählen. Der bisherige Präses des Evangelischen Dekanates Bergstraße Mitte, Axel Rothermel, bedankte sich zunächst für die geleistete Arbeit der beiden bisherigen Dekanatssynodalvorstands-Mitglieder. Anschließend leitete er zur Wahl über und bat die Synodalen von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Mitgliederzahl des DSV auf insgesamt zwölf zu erhöhen. Diesen Vorschlag unterstützte die Synode mit großer Mehrheit.
Zunächst galt es, den 1. Vorsitzenden der Synode - den so genannten Präses - zu wählen. Als Kandidat stellte sich Axel Rothermel zur Verfügung, der dann auch mit der überwältigenden Mehrheit von 97 zu 4 Stimmen zum ersten Präses des Evangelischen Dekanates Bergestraße gewählt wurde.
Rothermel bedankte sich für das durch das deutliche Wahlergebnis ausgedrückte Vertrauen und versprach, seine Kraft zum Wohl des neuen Dekanates einzusetzen.
Für den Synodalvorstand wurden weiterhin gewählt: Renate Bras aus Rimbach, Christel Fuchs aus Heppenheim, Ute Gölz aus Wald-Michelbach, Hendrik Raekow aus Mörlenbach (stellvertretender Präses), Pfr. Thomas Blöcher aus Reichenbach, Pfr. Andreas Kleeberg aus Fürth, Irmgard Wagner aus Zwingenberg, Dr. Michael Wörner aus Einhausen und Pfr. Thomas Beder aus Alsbach.
Zum stellvertretenden Dekan, der auch Mitglied des DSV ist, wurde der Viernheimer Gemeindepfarrer Frank Nocher gewählt.
Elf Mitglieder standen also am Ende der Tagung fest; fehlt als zwölftes Mitglied des Dekanatssynodalvorstandes nur noch der Dekan oder die Dekanin. Für dieses Amt findet die Wahl bei einer Sondersynode am 10. November statt. Auch das wird hoffentlich eine Synode sein, die den Wunsch nach Gemeinschaft genauso deutlich zum Ausdruck bringt wie die, die am Freitag im Kurmainzer Amtshof stattfand.
Bildunterschrift:
Der neu gewählte Dekanatssynodalvorstand des Evangelischen Dekanates Bergstraße (v.l.n.r.):
Pfr. Thomas Beder (Alsbach), Pfr. Andreas Kleeberg (Fürth), Präses Axel Rothermel (Hähnlein), Dekanin Ulrike Scherf (Alsbach), Dr. Michael Wörner (Einhausen), Renate Bras (Rimbach), stellv. Präses Hendrik Raekow (Mörlenbach), Ute Gölz (Wald-Michelbach), stellv. Dekan Pfr. Frank Nocher (Viernheim), Pfr. Thomas Blöcher (Reichenbach), Irmgard Wagner (Zwingenberg) und Christel Fuchs (Heppenheim) |