| 16.08.10 "Rezepte gegen Ohnmacht" - Von Anti-Ohnmachtskeksen bis zum Hartz-IV-Familieneintopf |
Ein Rezept für Anti-Ohnmachtskekse hat Sybille ausgetüftelt. Sie ist arbeitslos und kennt das Ohnmachtsgefühl aus eigener Erfahrung. Als Zutat für ihre speziellen Kekse empfiehlt sie unter anderem 200 Gramm Charakterstärke, zwei Prisen Glaubenssalz in Kraftbrühe und vier Tropfen Demut. Einen Hartz-IV-Familieneintopf tischte Johanna auf. Weil davon auch Kinder essen, sollte die Vor- und Zubereitung stets mit Vorlesen, Hausaufgabenhilfe. Museumsbesuchen oder Spielen verbunden sein – dazu dürfe ein kräftiger Schuss Humor auf keinen Fall fehlen. Alle Rezepte wurden in einem großen Kochbuch zusammengebunden – zum Nachlesen und als Anregung, eigene Rezepte zu entwickeln. Marion Schick vom Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, der Kunstpädagoge Holger Wilmesmeier und die Kunsttherapeutin Martina Bodenmüller, die das Seminar gemeinsam leiteten, machten deutlich, dass es im Falle der Erwerbslosigkeit kein Patentrezept gegen Ohnmacht gebe. Es gebe aber viele kleine Hilfen, die einem das Leben als Erwerbsloser erleichtern könnten. Das Kreativ-Seminar sollte dazu Anregungen geben. Die vielleicht wichtigste: Rezepte gegen Ohnmacht sind umso wirkungsvoller und raffinierter, wenn sie nicht allein, sondern gemeinsam entwickelt werden. Text u. Foto: bet |
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