| 30.06.10 "Raum" für die Seele - Gemeinsame Erklärung zum Neubau der Vitos-Klinik |
Nach den Neubauplänen des Vitoskonzerns stehe künftig kein ausreichend großer und zu jeder Zeit zugänglicher Gottesdienstraum zur Verfügung, kritisieren die evangelische Heilig-Geist- und die Christus-Gemeinde, die katholischen Gemeinden St. Peter, Erscheinung des Herrn, St. Bartholomäus, St. Michael sowie die Klinikseelsorger/innen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und am Kreiskrankenhaus. Der vorgesehene Raum der Stille sei für Gottesdienstfeiern zu klein. „In Zeiten von Krankheit, Krise und seelischer Not brauchen Patientinnen und Patienten einen festen und ansprechend gestalteten Raum als Rückzugsmöglichkeit vom Klinikalltag, zur Stille und zum Gebet, der zum sonntäglichen Gottesdienst vertraut und auch für Demenzkranke wieder erkennbar ist“, sagte Pfarrerin Anke Leuthold von der Psychiatrie-Seelsorge. So nutzten viele Patienten und Patientinnen in der Psychiatrie regelmäßig die Kapelle und die wöchentlichen Gottesdienste beider Konfessionen als „Tankstelle für die Seele“, erklärte Matthias Gehrmann von der katholischen Seelsorge. Pfarrer Hermann-Josef Herd von St. Peter betonte: „Kranke und erschöpfte Menschen haben ein besonderes Bedürfnis nach Beistand für die Seele, Zeiten der Stille und des Austauschs. Dazu bedarf es ansprechend gestalteter Räume.“ Die Pfarrerinnen und Pfarrer sprechen sich in der gemeinsamen Erklärung dafür aus, den von der Vitos gGmbH vorgesehenen Raum der Stille um zwölf Quadratmeter zu erweitern. Bereits damit könnte ein ausreichend großer, ansprechend heller und täglich zugänglicher Gottesdienstraum im Neubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie geschaffen werden.
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