| 25.11.2009 Kirche für Kinder - Starkenburg-Medaille für Gerharde von Burstin |
Gerharde von Burstin gestaltet seit 25 Jahren Gottesdienste für die Kleinen. „Mir ist es einfach wichtig, dass Kinder die Kirche auch kindgerecht erleben können“, sagt die 64jährige. Im Gottesdienst hocken die Kinder nicht in den Kirchenbänken. Er findet im Gemeindehaus statt, wo die Kinder im Kreis sitzen rund um ein so genanntes Mitte-Tuch, das sie selbst bemalt hatten. Biblische Geschichten macht Gerharde Burstin mit Hilfe von Over-Head-Folien, Holzfiguren, Tüchern oder Puppen anschaulich. Dazu gehört auch Oskar- eine Erzählfigur, die immer wieder zum Einsatz kommt (siehe Foto). Für Kinder macht sie Kirchenführungen und zeigt ihnen, welche Bedeutung die einzelnen Gegenstände haben. Natürlich wird im Kindergottesdienst auch viel gespielt und gebastelt. Manches ergibt sich spontan, wie z.B. ein Orgelkonzert. „Unser Organist spielte für die Kinder und die hörten staunend zu und waren von der Musik hin und weg“, berichtet Gerharde von Burstin. Nach ihrer Überzeugung sollten Kinder Freude am Gottesdienst haben. „Durch den Kontakt untereinander lernen sie auch Rücksicht zu nehmen und Konflikte nicht mit Gewalt auszutragen“. Das geschieht auch auf den Freizeiten, die Gerharde von Burstin für die Kinder in den Ferien oder an Wochenenden organisiert. Dafür geht sie mitunter auch auf große Fahrt. Mehrfach war sie mit Kindern im Evangelischen Freizeitheim in Tschagguns in Österreich. Gerharde von Burstin, die selbst drei Kinder und inzwischen ein Enkelkind hat, engagiert sich nicht nur in ihrer Heimatgemeinde Jugenheim. Sie bildet im Ev. Dekanat Bergstraße auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Kindergottesdienst aus und war jahrelang auf landeskirchlicher Ebene aktiv. Sie gehörte dem Vorstand des Landesverbandes für Kindergottesdienste in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an.
Text u. Foto: bet
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