| 19.11.2009 Besucherandrang zur Chagall-Ausstellung "Fenster zur Bibel" |
„In den Bildern steckt unheimlich viel drin“, meint der 17jährige Philipp. Er besucht mit dem Religionskurs der 12. Klasse des Starkenburg-Gymnasiums in Heppenheim die Ausstellung. Sein Freund Rudi betont: „Ich finde es gut, dass einige Bilder ausführlich erläutert werden“. Dafür ist der Marc-Chagall-Spezialist Heiner Eberhardt zuständig. Am Beispiel des Arche Noah-Bildes erläutert er, wie der Jude Marc Chagall das Bilderverbot umgangen hat, indem er die Figuren nicht realistisch abbildete. Noah will der Taube Starthilfe geben und steckt dabei seinen rechten Arm aus, an dem seine linke Hand sitzt. Das sind Details, die die Schülerinnen und Schüler begeistern. Pfarrer Renatus Keller – im Evangelischen Dekanat für Ökumene und Mission zuständig – war es gelungen, die Ausstellung für eine Woche nach Heppenheim zu holen. Mit der Resonanz ist er mehr als zufrieden: „Es kommen Kindergartengruppen, Schulklassen und vor allem abends viele Erwachsene. Alle betrachten die Lithographien sehr ausführlich und intensiv. Marc Chagall übt offenbar eine generationenübergreifende Anziehungskraft aus“. Bereits vor Eröffnung der Ausstellung hatten sich allein über 700 Kinder und Jugendliche zu Führungen angemeldet. Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag, 22. November um 17.00 Uhr mit einer Finissage beendet. Ebenfalls am Sonntag um 10.00 Uhr predigt der Marc Chagall-Spezialist Heiner Eberhardt im Gottesdienst der Heppenheimer Christus-Kirche. Dabei will er unter anderem das Bild erläutern, das Marc Chagall an seinem Todestag malte und das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.
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