| 18.11.2009 Kirchentalk mit Bergsträßer Synodalen |
Der Rimbacher Pfarrer Burkard Hotz, einer von sechs Vertretern des Dekanats Bergstraße in der Kirchensynode, befürchtet, dass die Reform der Kirchenordnung zu einer neuen Hierarchie führen könnte und meinte: „Die kollegialen Leitungsstrukturen seien ein Schatz der EKHN“. Hildburg Baehr erinnerte daran, dass in keiner anderen evangelischen Landeskirche die demokratischen Strukturen so ausgeprägt seien wie in der EKHN. „Das sollten wir nicht aufgeben“, sagte die Synodale aus Viernheim. Als größten Erfolg in der zu Ende gehenden Legislaturperiode bezeichneten die Bergsträßer Vertreter die Sonderzuweisungen für die Kirchengemeinden. Die Synode hatte beschlossen, dass die erhöhten Kirchensteuereinnahmen in den Jahren 2007 und 2008 den Gemeinden zu Gute kommen sollen. Insgesamt erhielten sie rund 1,8 Millionen Euro. Für die voraussichtlich letzte Tagung der Kirchensynode hat das Evangelische Dekanat Bergstraße beantragt, dass die EKHN die Tafelarbeit des Diakonischen Werks finanziell unterstützen soll. Präses Axel Rothermel, der den Kirchentalk moderierte, fragte nach den Erfolgsaussichten dieses Antrags. Die Bergsträßer Vertreter wollen sich dafür einsetzen, spüren nach eigenen Angaben aber auch Gegenwind. Es gebe unter den Synodalen Vorbehalte gegen eine finanzielle Unterstützung, weil dadurch die Kirche Aufgaben übernehme, für die der Staat aufkommen müsse. Bei der vom Diakonischen Werk Bergstraße betriebenen Tafel in Rimbach sind 360 Bedürftige registriert. Es gibt inzwischen eine lange Warteliste. Wie sich vor Ort Armut darstellt, machte Erich Nauth am Beispiel des Evangelischen Kindergartens in Zotzenbach deutlich. Für 25 der 70 Kinder zahle das Jugendamt die Gebühren, weil die Eltern dafür nicht mehr aufkommen können. Für einige Kinder werde das Mittagessen aus der Kirchenkollekte bezahlt. Das Foto zeigt von links n. rechts: Christian Kupfer (Heppenheim), Hildburg Baehr (Viernheim), Präses Axel Rothermel, Erich Nauth (Zotzenbach) Burkard Hotz (Rimbach)
|