Seit
wann gibt es eigentlich Adventskalender? Und wie sahen die ersten
Exemplare aus? Antworten auf diese und andere Fragen gab es am Dienstagabend
bei einer Feierstunde mit Punsch und Kerzenschein im Heppenheimer
Haus der Kirche. Im Verwaltungsgebäude der Evangelischen Kirche
an der Bergstraße ist nämlich augenblicklich die Ausstellung
„Adventskalender aus sechs Jahrzehnten“ zu bewundern.
Und so erfuhren die großen und kleinen Besucher allerlei Interessantes
rund um den Adventskalender. Die Initiatorinnen der Ausstellung,
Birgit Geimer und Christine Steigler vom Fachbereich Bildung der
Evangelischen Kirche, lasen Geschichten, erzählten Anekdoten
und gaben spannende Hintergrundinformationen. Dabei kam heraus,
dass die Sitte wohl in protestantischen Familien des 19. Jahrhunderts
aufkam. „Da wurde ab dem 1. Dezember an jedem Tag ein Bildchen
an die Wand gehängt. In manchen Familien wurden Striche an
die Tür oder die Wand gemalt, von denen die Kinder jeden Tag
einen abwischen durften. Andere wiederum legten vom 1. Dezember
ab jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe. Am 24. Dezember hatte
es dann das Christkind schön warm“, führte Christine
Steigler aus. Die ersten gedruckten Adventskalender entstanden um
1900. Im 20. Jahrhundert waren dann Fantasie und Vielfalt keine
Grenzen mehr gesetzt.
Die Sammlerin Karin Seckel aus Karlsruhe hat im Laufe vieler Jahre
Adventskalender aller Art zusammengetragen. Und die schönsten
davon sind noch bis 22. Dezember im Haus der Kirche zu bewundern.
Zu sehen ist Kreatives und Kitschiges, Nachdenkliches und Ungewöhnliches
– ganz unterschiedlich zeugen die Kalender von der Vorfreude
auf das Weihnachtsfest.
Darüber hinaus gibt es am 14. und 21. Dezember jeweils von
15 bis 17 Uhr zwei Bastelnachmittage für Groß und Klein.
Nähere Informationen gibt es im Haus der Kirche bei Birgit
Geimer, Tel. 06252 / 6733-32.
Die Ausstellung „Adventskalender aus sechs Jahrzehnten“
ist vom 1. bis zum 22. Dezember im Haus der Kirche, Ludwigstraße
13, in Heppenheim zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung Montag
bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, sowie Dienstag und Donnerstag zusätzlich
von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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