| 18.12.2009 Zustifter gesucht - Bilanz und Ausblick der Stiftung Orbishöhe |
„Wir würden gern weitere Projekte fördern, mehr ist aktuell allerdings nicht möglich“, sagte der Stiftungsvorsitzende Axel Rothermel. Als Beispiel führt die Stiftung das Mutter-Kind-Projekt in Rimbach an. Dort können in den vom Diakonischen Werk Bergstraße betriebenen Häusern Mütter, die psychische Probleme haben, mit ihren Kindern zusammen wohnen. Den Kindern bleibt dadurch ein Heimaufenthalt erspart. „Der Bedarf an Plätzen in solchen innovativen Wohnprojekten ist enorm. Nur unsere Erträge aus dem Stiftungskapital sind begrenzt“, erklärte Axel Rothermel. Er hofft auf Zustiftungen oder auch einmalige Spenden. Der Leiter des Diakonischen Werks Bergstraße, Hendrik Raekow betonte, dass es bislang kaum möglich war, für solche Projekte Spender zu finden. „Psychische Krankheiten werden häufig tabuisiert. Die Bereitschaft dafür Geld zu geben, ist gering“. Auch in Rimbach gab es anfangs Vorbehalte gegen das Mutter-Kind-Projekt. Durch den erfolgreichen Verlauf ist das Diakonische werk Bergstraße nach eigenen Angaben in den letzten Jahren aber einen großen Schritt voran gekommen. Die öffentliche Wahrnehmung von psychischen Krankheiten könnte sich möglicherweise auch durch die Diskussion ändern, die der tragische Selbstmord des Fußball-Nationalspielers Robert Enke ausgelöst hatte. Im nächsten Jahr fördert die Stiftung Orbishöhe das Mutter-Kind-Projekt mit 15.000 Euro. Es bleibt damit der Schwerpunkt der Förderung. Weitere Stiftungsgelder in Höhe von 2.000 Euro gehen 2010 an die Mehrgenerationen-Arbeit im Überwald und im Weschnitztal sowie 1.000 Euro an die JeKi-Klasse in Viernheim. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Landes Hessen, an dem sich die Viernheimer Friedrich-Fröbel-Schule beteiligt. Kinder mit Migrationshintergrund und aus problematischen sozialen Verhältnissen werden schulisch und musikalisch gefördert. Die Ende 2005 gegründete Stiftung Orbishöhe befindet sich rechtlich unter dem Dach der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau. Neben dem Vorsitzenden und Präses des Ev. Dekanats Bergstraße Axel Rothermel gehören Werner Breitwieser (Vorsitzender des Kreistages im Kreis Bergstraße), Hans Jakob (Rektor a.D.) Karl-Hans Geil (Dekan des Ev. Dekanats Ried) und Hendrik Raekow (Leiter des Diakonischen Werkes Bergstraße) dem Stiftungsvorstand an. Wer die Stiftung Orbis unterstützen möchte, wendet sich an das
Text: bet
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